Ein Igelhaus kann grundsätzlich über einen längeren Zeitraum im Garten stehen. Besonders interessant wird es im Herbst, wenn Igel nach geeigneten Plätzen für den Winterschlaf suchen. Auch außerhalb des Winters können geschützte Unterschlüpfe als Ruheplatz genutzt werden. Deshalb lohnt es sich, das Haus frühzeitig an einem geeigneten Standort aufzustellen, damit Tiere genügend Zeit haben, es zu entdecken und anzunehmen.
Neben einem Igelhaus kannst du deinen Garten zusätzlich mit naturnahen Rückzugsmöglichkeiten gestalten. Laub- und Reisighaufen, dichte Hecken oder Bereiche mit Totholz schaffen weitere geschützte Plätze. So steht nicht nur ein einzelner Unterschlupf zur Verfügung, sondern ein abwechslungsreicher Lebensraum.
Ein Igelhaus steht am besten in einer ruhigen, schattigen und trockenen Ecke des Gartens, beispielsweise unter einer Hecke, einem Strauch oder einem Baum. Der Standort sollte möglichst wenig betreten werden und vor starker Witterung geschützt sein. Ideal ist ein trockener Untergrund; der Eingang sollte frei zugänglich bleiben und möglichst von der Wetterseite abgewandt sein. Trockenes Laub eignet sich gut als Nistmaterial. Zusätzlich können Laub und Reisig rund um das Igelhaus für mehr Schutz und eine natürliche Umgebung sorgen.
Wichtig ist auch, den Bereich nicht zu „ordentlich“ zu gestalten. Igel nutzen gern naturnahe Strukturen wie Hecken, Laubhaufen, hohes Gras oder Totholz als Schutz und zur Orientierung. Hat ein Igel das Haus bezogen, solltest du ihn möglichst nicht durch häufiges Öffnen oder Umstellen stören. Nach dem Winterschlaf und wenn das Haus sicher nicht mehr genutzt wird, kann es gereinigt und für die nächste Saison vorbereitet werden.